Presse-Informationen
c't

  1. Heise Gruppe
  2. Presse-Informationen
  3. c't

Beamer oder Fernseher:
Die private Fanmeile zur Fußball-WM

Hannover, 11. Mai 2018 – Wenn auf der Leinwand Fußballer in Lebensgröße übers Spielfeld rennen, macht das Mitfiebern erst richtig Spaß. Mit welchen Beamern oder Fernsehern die Fußball-Weltmeisterschaft besonders groß und bunt zu sehen ist, hat das Computermagazin c’t deshalb in seiner aktuellen Ausgabe 11/18 getestet. Wer auf die falsche Übertragungstechnik setzt, hat allerdings selbst mit der besten Hardware keinen Spaß und jubelt bis zu 50 Sekunden später als die Nachbarn.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Monat werden in vielen Wohnzimmern und Gärten private Fanmeilen eingerichtet. Dann muss man sich entscheiden: Fernseher oder Beamer. „Für den Fernseher benötigt man weniger Zubehör“, erklärt c’t-Redakteurin Ulrike Kuhlmann, „mit dem Projektor ist man allerdings mobiler und bekommt für das gleiche Geld das größere Bild.“

Wer draußen projizieren will, muss ein schattiges Plätzchen suchen. Selbst im abgedunkelten Carport oder im Gartenpavillon stoßen einige Beamer an ihre Grenzen und das Bild wird blass. „Der Projektor sollte mindestens 2500 Lumen auf die Leinwand bringen“, betont die Expertin. Lichtstarke Full-HD-Beamer gibt es bereits ab 360 Euro. „Im Test überzeugten uns Geräte von Acer und Optomas, die zwischen 500 und 600 Euro kosten und nach der WM auch für das Heimkino taugen.“

Wer nur den Fernseher auf die Terrasse stellt und in einem DVB-T2-Empfangsgebiet wohnt, greift für die Übertragung einfach zur Stabantenne. Alternativ legt man ein Verbindungskabel zur Sat-Schüssel oder dem Kabelanschluss. Für den Beamer braucht man außer einer Leinwand noch einen externen Receiver oder einen Zuspieler, der das TV-Signal streamt. Auch zusätzliche Lautsprecher sind laut Kuhlmann empfehlenswert, weil die eingebauten keinen guten Ton liefern.

Einen Pferdefuß gibt es bei der WM: die Latenzen in der Übertragung. Kuhlmann hat alle Verzögerungen gemessen und am schnellsten war der Empfang über Satellit. „Insgesamt hat der klassische TV-Empfang die Nase vorn, DVB-T2 und Kabel brauchen 2-3 Sekunden länger für die Übertragung.“ Wer mobil schaut, hat das Nachsehen: „Alle Streaming-Apps hinkten in unseren Messungen hinterher“, so Kuhlmann. „Je nach Streaming-Client sieht man das Tor erst 20 bis 50 Sekunden später.“ Aber selbst die schnellste Variante hängt der Realität auf dem Fußballfeld um viereinhalb Sekunden hinterher – da ist der Sprecher im UKW-Radio schneller.

Hinweis für Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen die Titelstrecke kostenfrei zur Rezension zur Verfügung.