Technology Review über Fälschungsschutz für Medikamente
Digitaler Fingerabdruck schützt vor Produktpiraterie

Hannover, 28. Januar 2010 – Gefälschte Medikamente
können lebensbedrohliche Folgen für Patienten haben.
Jetzt hat das vom Bundesforschungsministerium geförderte
Projekt „O-PUR“ (Originäres Produktsicherungs- und
Rückverfolgungskonzept) ein Verfahren entwickelt, das
mit Hilfe eines digitalen Fingerabdrucks
Verpackungsoriginale identifiziert, schreibt das Magazin
Technology Review in seiner Februarausgabe.
Zur Erkennung nutzt „O-Pur“ vorhandene Eigenschaften:
Jede Schachtel ist einzigartig – durch die Papierstruktur,
die Art, wie beim Druck die Farbe aufgetragen wird und
wie diese trocknet. Ein Kamerasystem, das Forscher vom
Fraunhofer-Institut für physikalische Messtechnik in
Freiburg konstruiert haben, fotografiert diese individuellen
Merkmale an 30 Packungen pro Sekunde mit einer Auflösung
von 2400 dpi.
Forscher der Hochschule Mannheim wiederum haben eine
Software entwickelt, die aus den Daten für jede Verpackung
einen digitalen Fingerabdruck erstellt, der in einer
Datenbank hinterlegt wird. Will der Apotheker oder der
Verbraucher die Echtheit der Produktverpackung prüfen,
genügt ein Foto oder ein Scan mit 1200 dpi. Das Bild wird
über eine Website hochgeladen, analysiert und mit der
Datenbank abgeglichen.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technologie-Review 2/2010
steht zum Download bereit.
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Heise Medien Gruppe
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