Technology Review über Ölförderung in 2000 Meter Tiefe
Deutscher Roboter für die Tiefsee-Ölförderung

Hannover, 24. Februar 2010 - 2015 könnte bereits
ein Viertel des Offshore-Öls weltweit aus der Tiefsee
gefördert werden, schätzen Experten von US-Ölkonzernen.
Mit einem cleveren Unterwasser-Roboter will auch die
deutsche Industrie in dieses Geschäft einsteigen,
schreibt das Magazin Technology Review in seiner
März-Ausgabe.
Mit ISUP, dem "Integrated System for Underwater
Production of Hydrocarbons", wollen deutsche Unternehmen
wie die Firmen Aker Wirth, Bornemann, IMPaC sowie das
Karlsruhe Institute of Technology (Kit) ihr
Maschinenbau-Know-how ins Ölgeschäft einbringen. Direkt
auf dem Meeresgrund soll der Stahlkoloss ISUP
Förderplattformen montieren und warten. Dazu hat das
Konsortium einen Crawler entwickelt; ein Mehrzweck-Gerät,
das mit einem ferngesteuerten Greifarm eine Förderplattform
samt Pipeline- und Kabelanschlüssen aus verschiedenen
Modulen zusammenstecken kann.
Verbunden ist der Crawler über eine Strom- und Daten
transportierende "Nabelschnur"; anfangs mit einem Kran- oder
Bohrschiff, später mit einer Leitstelle an Land. Über sie
wird unter anderem der Greifarm gesteuert, der fünf
Bewegungsachsen hat und über einen vollen Kreis schwenken
kann. Ein Operator in der Leitstelle richtet ihn mittels
Joystick und Tasten aus, während Kameras am Crawler ein
Bild von der Unterwasser-Baustelle liefern.
Bildmaterial:
Das Titelbild der aktuellen Technology-Review-Ausgabe 3/2010
steht zum Download bereit.
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