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Digitaler Kinderschutz
Gefahrenzone Smartphone

Hannover, 6. Januar 2020 – Immer mehr elektronische Gadgets erobern die Haushalte. Videos schauen, Musik streamen, zocken – das alles gehört für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Die aktuelle Ausgabe 2/20 von Europas größtem IT- und Tech-Magazin c’t erklärt die Risiken der digitalen Mediennutzung und gibt Eltern praktische Hilfen an die Hand, um den damit verbundenen Problemen zu begegnen.

Das Smartphone in Kinderhand bringt viele Eltern in die Zwickmühle. „Einerseits will man das Kind nicht über Gebühr einschränken, andererseits kann man kaum effektiv steuern, was der Nachwuchs am Smartphone macht“, gibt c’t-Redakteur Jo Bager zu bedenken. Und die Sorgen sind begründet. Alle Gerätschaften bergen das Potenzial, das Kind in unangenehme oder gefährliche Situationen zu bringen: vom unangemessenen Content über Mobbing und Cybergrooming. Einen zuverlässigen Schutz durch den Gesetzgeber, die Medienschaffenden, die App- und Spielehersteller sowie die Plattformbetreiber gibt es nicht.

Eltern müssen sich also selbst kümmern und ihren Kindern das nötige Rüstzeug mitgeben und mit ihnen gemeinsam klären, wie man das Smartphone verantwortungsvoll nutzt und sich sicher im Internet bewegt. Wichtig ist, dass vor allem kleine Kinder nicht mit Smartphone oder Tablet allein gelassen werden. Die größte Gefahr in diesem Alter ist nämlich die Überforderung durch zu viel „Bildschirm“ – ganz gleich, ob es der vom TV-Gerät, vom Computer oder einem Mobilgerät ist.

Wenn dann der Zeitpunkt für das erste eigene Handy gekommen ist, können technische Schutzmaßnahmen eingesetzt werden. Beim „Medienführerschein“ lernen Kinder dann alles über In-App-Käufe, Fake News, Abo-Fallen und Mobbing im Internet. Durch Aufklärung kann man am besten verhindern, dass ein Kind in solche Fallen tappt oder gar pädophilem Cyber-Grooming zum Opfer fällt. Darum sollten sich auch die Eltern mit den Plattfomen, auf denen sich der Nachwuchs herumtreibt, vertraut machen.

Verträge zu Nutzungszeiten können helfen, klare Regeln sowohl für die Kinder als auch für die Eltern aufzustellen. „Denn Eltern übernehmen ganz klar eine Vorbildfunktion“, betont Bager. Wer selbst das Handy nie aus der Hand legt, kann das kaum vom seinem Teenager erwarten. Einige Eltern verstoßen sogar gegen das Persönlichkeitsrecht ihrer Kinder und gefährden sie durch das übermäßige Teilen von Fotos und Videos auf sozialen Medien. „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Privatsphäre – auch gegenüber ihren Eltern“, stellt Bager klar.

Für die Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen die Artikelserie kostenlos zur Rezension zur Verfügung.