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Kurznachrichtendienst Mastodon im c’t-Test
Tröten und tuten statt zwitschern

Hannover, 05. Dezember 2022 – Zu viel Hass, Fake und Werbung – kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen nach einem Twitter-Ersatz umschauen. Die landen dann schnell bei Mastodon. Europas größtes IT- und Tech-Magazin c’t hat den Kurznachrichtendienst mit Twitter verglichen und zieht eine positive Bilanz.

„Obwohl es bei Mastodon wie bei Twitter um den Austausch von Kurznachrichten geht, ist der Gesamteindruck ein ganz anderer“, bilanziert c’t-Redakteur Jo Bager. Bei Mastodon gibt es keine polarisierenden (Quote-)Tweets, die der Algorithmus von Twitter Nutzern offenbar in die Timeline streut, um sie bei der Stange zu halten, keine Retweets- oder Likes-Zähler. „Das Klima ist viel weniger aufgeheizt, sondern konstruktiv, hilfsbereit.“

Wer sich mit Twitter auskennt, wird sich in der Bedienung von Mastodon schnell zurechtfinden. Allein die Namensgebung ist gewöhnungsbedürftig, wenn auch charmant: Kurzmeldungen heißen dort Tröts oder Toots statt Tweets und dürfen 500 statt 280 Zeichen lang sein.

Das größte Hemmnis, von Twitter auf Mastoden umzusteigen, dürfte das oft über Jahre aufgebaute soziale Netzwerk bei Twitter sein. Die Dienste Debirdify und Fedifinder helfen aber dabei, diese Kontakte – falls vorhanden – im Mastodon-Netz aufzuspüren und sich wieder mit ihnen zu vernetzen.

Als Gegenmodell zu großen zentralen Plattformen setzt sich Mastodon aus Tausenden sogenannten Mastodon-Servern oder -Instanzen zusammen – mit jeweils einer Handvoll bis zu ein paar Tausend Nutzern. „Vor dem Wechsel ist es deshalb ratsam, eine Instanz mit gleichgesinnten Nutzern auszuwählen“, empfiehlt Bager.

Standardmäßig zeigt Mastodon die persönliche Timeline an, also die Beiträge derjenigen, denen die Nutzer folgen. Die Nachbarschaft auf der Heim-Instanz kann aber auch als Nachrichtenaggregator fungieren – ähnlich dem algorithmischen Feed bei Twitter, nur transparenter. So können sich Nutzer die „Lokale Timeline“ mit sämtlichen Posts aller Nutzer der eigenen Instanz anzeigen lassen. Unter „Entdecken“ finden sie zudem Beiträge aus dem gesamten Mastodon-Netzwerk, die auf dem eigenen Server gerade an Reichweite gewinnen.

Fazit der c’t-Redaktion: „Zeit, um auf das Urviech aufzusteigen.“

Für die Redaktionen: Auf Wunsch schicken wir Ihnen gern die komplette Artikelstrecke zur Rezension.