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Mehr als ein Selfie:
Mut zum Selbstporträt

Hannover, 7. September 2021 – Als Fotograf oder Fotokünstlerin steht man meist hinter der Kamera. Die neueste Ausgabe 5/21 der c‘t Fotografie holt die kreativen Köpfe vor die Linse: ob Selbstporträt oder Selbstinszenierung – beim Sich-selbst- fotografieren sind den Ideen keine Grenzen gesetzt.

Nicht nur dank Instagram und Co., sind Selbstporträts allgegenwärtig. Schon Albrecht Dürer, Rembrandt oder Vincent van Gogh wählten sich selbst als Motiv für ihre Kunstwerke. „Selbstporträts helfen dabei, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und in unterschiedlichste Rollen zu schlüpfen“, erklärt c’t-Fotografie-Redakteur Peter Nonhoff-Arps. Er konnte für das aktuelle Heft die Fotografin Charlotte Wulff als Gast-Autorin gewinnen, die ganz eigene Konzepte für die Selbstinszenierung entwickelt.

Für Wulff lässt sich jedes Selbstporträt-Projekt als Theaterstück in drei Akten betrachten: „Der erste – die Ideen und Konzeptfindung – spielt sich hinter den Kulissen ab. Der zweite ist die eigentliche Vorstellung, in dem Sie Ihrer Idee Leben einhauchen, durch verschiedene Elemente der Bildgestaltung tanzen und sich so an eine Darstellungsweise herantasten, die adäquat erscheint. Der dritte Akt startet dann auf der digitalen Bühne, dem Computer.“

Die Fotografin arbeitet bei ihren Selbstporträts hauptsächlich mit einer digitalen Systemkamera. Mithilfe von Apps lässt sich mittlerweile bei vielen handelsüblichen Kameras das Display auf den Handybildschirm übertragen. Über die App kann man auch fokussieren und mit Zeitverzögerung auslösen. Dann hat man genug Zeit, das Handy hinter einer Requisite oder in der Kleidung zu verstecken. Falls sich aber kein geeignetes Versteck finden lässt, empfiehlt Wulff, das Hilfsmittel auf einer freien Fläche zu platzieren. „So lässt es sich im Nachhinein leicht wegretuschieren.“

Bei der Nachbearbeitung der Bilder sieht Wulff von einer Gesichtsretusche ab. „Insbesondere Selbstporträts sollten Ihre Selbstwahrnehmung schärfen und formen, aber niemals unrealistisch verzerren, so wie es Gesichtsfilter in Smartphones oder in den sozialen Medien tun.“ Denn im Gegensatz zum zwar auch inszenierten, aber oft stereotypen Selfie auf Instagram erlaubt das Selbstporträt einen Einblick in die verschiedenen Versionen des unverfälschten Selbst.


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