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Online-Magazin Telepolis:
Außenpolitikerin Dagdelen verteidigt Linken-Nein zu Evakuierungsmission aus Afghanistan

Hannover/Berlin, 23. Juni 2021 - Die Obfrau der Linken im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, Sevim Dagdelen, hat die Ablehnung der Evakuierungsmission der Bundeswehr in Afghanistan bei der heutigen Abstimmung im Bundestag verteidigt. In einem Gastbeitrag für das Online-Magazin Telepolis schrieb die Außenpolitikerin, mit dem Militäreinsatz werde der Öffentlichkeit militärische Handlungsfähigkeit simuliert, während die Bundesregierung die Evakuierung tatsächlich mit den Taliban abspreche.

„Die laufende Rettungsmission läuft mit Erlaubnis und Absicherung der Taliban, wie die Bundesregierung selbst einräumt“, sagt Dagdelen. Wer meine, die Evakuierung aus Afghanistan sei nur militärisch möglich, verkenne die Realität. „Nach dieser Sicht wird es ab morgen oder Freitag keine Evakuierungen mehr geben können, wenn die Bundeswehr in Kabul eingepackt hat“, so Dagdelen weiter.

Tausende Afghanen, die selbst nach Definition der Bundesregierung noch evakuierungsberechtigt sind, müssten dann vor Ort verbleiben.

Die Linksfraktion hatte sich bei der Abstimmung heute mehrheitlich enthalten. Dies hatte der Fraktion harsche Kritik anderer Fraktionen eingebracht.

Ungeachtet dieser Kritik sieht Dagdelen die Verantwortung alleine bei Bundeskanzlerin Merkel und der Bundesregierung. Die Bilanz bestehe aus „zehntausenden getöteten afghanischen Zivilisten, Millionen Flüchtlingen, 59 toten Bundeswehrsoldaten und allein auf deutscher Seite 12,5 Milliarden Euro Kriegskosten“.

Den kompletten Gastbeitrag lesen Sie heute bei Telepolis.