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c’t-Privacy-Checklisten
Wenige Handgriffe für mehr Datenschutz

Hannover, 5. Juni 2020 – Ob Homeoffice, Smartphone oder Fitness-Tracker: Überall lauern Datenschutz-Fallen, in die man schnell tappt, wenn man den Voreinstellungen vertraut. Für die neueste Ausgabe 13/20 hat Europas größtes IT- und Tech-Magazin c’t seine Privacy-Checklisten aktualisiert. Dank ihnen kann man mit wenig Aufwand viel für den Schutz der Privatsphäre erreichen.

Datensparsam vorzugehen ist für Software-Hersteller oft aufwendiger, als Daten einfach irgendwo zu sammeln und dort auszuwerten. Manch ein Hersteller sammelt Daten auch ganz explizit, um sie mit Dritten zu teilen und so Einnahmen zu generieren. „Umso wichtiger, dass man selber Hand anlegt, abwählt und blockiert, was sich abwählen und blockieren lässt“, erklärt c’t-Redakteur Sylvester Tremmel.

Schon 2017 hat c’t eine Privacy-Checkliste vorgestellt, aber seither hat sich viel getan: Immer mehr Browser können Tracker blockieren, praktisch jedes Android-Gerät beherrscht mittlerweile differenziertes Berechtigungsmanagement, und Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger verbreiten sich immer weiter. Außerdem wurde die DSGVO wirksam. „Viele der Abschaltoptionen in unseren Privacy-Checklisten werden von der DSGVO vorgeschrieben und existieren wohl auch nur aufgrund dieser Vorschrift“, sagt Tremmel.

Die Corona-Krise hat ebenfalls neue Aspekte beigesteuert: Im Zuge der schnellstmöglichen Einrichtung des Heimbüros hat der eine oder andere vielleicht nicht genau darauf geachtet, welche Tools eingesetzt werden. „Zeit, einen kritischen Blick nachzuholen“, empfiehlt Tremmel. „Eine passende Checkliste haben wir neu erstellt.“ Ebenfalls frisch hinzugekommen ist die Liste zu Fitnesstrackern. Die „Datenspende“-App des Robert-Koch-Institutes nutzt solche Daten und wurde dafür kritisiert, wie wenig datenschutzfreundlich sie das tut. Eine gute Gelegenheit, sich anzusehen, welche Fitnessdaten gesammelt und an wen sie weitergegeben werden.

Doch auch radikale Maßnahmen garantieren keine absolute Privatsphäre. „Die haben nur technikabstinente Einsiedler“, betont Tremmel. Für ihn stellen die Privacy-Checklisten von c’t einen Kompromiss dar, analog der bekannten 80:20-Regel: „Auch beim Schutz der Privatsphäre lässt sich mit 20 Prozent Aufwand 80 Prozent der möglichen Wirkung erzielen. Dank unserer Listen sind es vielleicht sogar nur 5 Prozent Aufwand und 90 Prozent Wirkung.“

Für die Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen die c’t-Privacy-Checklisten kostenlos zur Rezension zur Verfügung.