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c’t nimmt Filesharing-Services unter die Lupe:
Auch „kostenlos“ hat seinen Preis

Hannover, 13. März 2020 – Foto- und Videodateien sind meist so groß, dass man sie nicht via Mail austauschen kann. Hier springen kostenlose Cloud-Zwischenspeicher ein. Aber nicht alle dieser Dienste halten, was sie versprechen, warnt Europas größtes IT- und Tech-Magazin c’t in der aktuellen Ausgabe 7/20. Und auch der Datenschutz ist nicht bei allen Anbietern zweifelsfrei garantiert.

Das Prinzip des kostenlosen Filesharings ist laut c’t-Redakteur Holger Bleich überall ähnlich: „Der Nutzer macht seine großen Dateien einem ausgewählten Personenkreis zugänglich, indem er sie über eine Weboberfläche in die Cloud des Dienstes hochlädt.“ Entweder gibt man beim Upload Empfänger-Adressen an oder man lässt sich einen kryptischen Link generieren, der zum Download der Dateien führt. Grundsätzlich funktioniert diese Methode bei allen Diensten im Test gut. Die Tücken liegen eher im Detail.

Alle sechs Dienste im Test bieten ihren Filesharing-Service zumindest in einer Basis-Version kostenfrei und ohne Registrierungspflicht an. „Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Daten ihrer Nutzer sammeln“, gibt der Experte zu bedenken. Gibt man etwa E-Mail-Adressen von Sendern und Empfängern an, muss man davon ausgehen, dass diese in irgendeiner Datenbank landen.

Gerade wenn man den Filesharing-Dienst auch beruflich nutzt, sollte man darauf achten, dass die Dateien vor dem Upload sicher verschlüsselt werden. Dann kann niemand die Daten im Zwischenspeicher einsehen. Einige Dienste bieten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Ver- und Entschlüsselung im Browser an. „Doch Angaben zur Technik dahinter lassen sie vermissen“, betont Bleich.

Im Gegenzug für den kostenfreien Service akzeptiert man, dass der Anbieter auf seiner Website und gegebenenfalls in den Apps Werbung einblendet, Nutzer dabei trackt oder tracken lässt sowie Plug-ins von Facebook oder Google nutzt. Bleich sieht dies kritisch: „In Verbindung mit den hochgeladenen Dateien und E-Mail-Adressen kommt viel Profiling-Potenzial zusammen.“

Die Dateien bleiben nur temporär in den Clouds. Ob sie wirklich unwiderruflich gelöscht werden, kann man nicht überprüfen. „Gerade für die geschäftliche Nutzung und den Transfer sensibler Daten lohnt ein Blick zu den ‚echten‘ Cloud-Storage-Diensten“, empfiehlt Bleich. „Einige verfügen über einen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Upload-Speicher ohne zeitliche Speicherlimits.“ Keinerlei Einschränkungen hat, wer sich seinen Filesharing-Service gleich selbst bastelt. Wie das funktioniert, wird ebenfalls in der aktuellen c’t erklärt.


Für die Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen den Artikel kostenlos zur Rezension zur Verfügung.