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iX-Magazin: 20 Jahre agiles Manifest
Veränderung und Anpassung

Hannover, 19. Februar 2021 – Heute kommt kaum noch ein Unternehmen ohne agile Verfahren aus. Das gilt mindestens für die Softwareentwicklung, immer häufiger aber auch für Bereiche außerhalb der Entwicklung wie Produktmanagement, Marketing und Vertrieb. Das IT-Profimagazin iX blickt in seiner aktuellen Ausgabe 3/2021 zurück auf 20 Jahre agiles Manifest und beschreibt, welche Werkzeuge heute für agiles Arbeiten sinnvoll sind.

Was agile Entwicklung ist, wurde vor 20 Jahren im agilen Manifest von einer Gruppe von 17 Softwareentwicklern festgehalten. Selbstorganisierte Teams überführen die Kundenprobleme in Lösungen. Dabei arbeiten sie in Phasen von wenigen Wochen, in denen sie die Lösung schrittweise verbessern und den Entwicklungsprozess gemeinsam mit anderen Akteuren in Retrospektiven optimieren.

Agilität hilft in Situationen großer Unsicherheit: dort, wo das notwendige Endergebnis nicht von vornherein klar ist, wo mit ganz neuen Technologien gearbeitet wird und wo die optimale Arbeitsweise nicht vorab bekannt ist. In Kontexten, in denen kaum Unsicherheiten existieren, sind klassische sequenzielle Ansätze besser geeignet.

Die mit Abstand populärste agile Methode ist Scrum. Sie funktioniert am besten mit möglichst stabilen Teams, die crossfunktional besetzt sind. Im Optimalfall sind im Scrum-Team alle Qualifikationen vorhanden, die von der Idee bis zum fertigen Produkt benötigt werden. Extreme Programming (XP) ist in seinem Ablauf sehr ähnlich zu Scrum. Ein selbstorganisiertes Team entwickelt in Iterationen nützliche Software für Kunden und passt seinen Prozess über Retrospektiven an. Bei Kanban handelt es sich genau genommen nicht um eine agile Entwicklungsmethode, sondern um eine schlanke Change-Methode. Kanban umfasst eine Reihe von Prinzipien und Praktiken, am bekanntesten ist die Visualisierung der Arbeit auf einem Kanban-Board.

„Für Firmen, die bereit sind für die Revolution mit ganz neuen Rollen und völlig anderen Meetings als bisher, empfehlen sich Scrum und XP“, sagt iX-Chefredakteur Dr. Oliver Diedrich. „Braucht man eher eine bedächtigere Vorgehensweise bei der Einführung, die die eigenen Besonderheiten von vornherein berücksichtigt und den Mitarbeitern nicht zu viel Veränderung auf einmal abverlangt, wird Kanban der nützlichere Ansatz sein.“

In beiden Fällen ist das Dranbleiben am Verbessern essenziell. Unternehmen sollten sich keinesfalls mit kurzfristigen Erfolgen, sogenannten Quick Wins, zufrieden geben. Die wirklich großen Vorteile des agilen Arbeitens ergeben sich erst, wenn man am Ball bleibt, nach mehr Verbesserung sucht und mutig Neues ausprobiert.

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