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Maker Faire sucht Experimente für Stratosphärenballon
Schulprojekte am Rande des Weltalls

Hannover, 26. Juli 2018 – Am 15. September können Schulen auf der Maker Faire im HCC Hannover eigene Experimente am Rande des Weltalls durchführen und in einem Stratosphärenballon aufsteigen lassen. Interessierte Schulen können sich bis zum 31. August bewerben, die Teilnahme ist kostenlos.

Im letzten Jahr flog Maskottchen Makey noch alleine mit dem Wetterballon ins Weltall. Dieses Jahr wird der Stratosphären­ballon mit bis zu 25 Physik-Experimenten von Schülerinnen und Schülern an Bord zum Gemeinschaftsprojekt.

Naturwissenschaften erlebbar machen

Was passiert zwischen der Erde und 40.000 Metern mit Luftpolsterfolie, Pflanzen oder Papier? „Alles, was in einen Tischtennisball oder eine Streichholzschachtel passt und bis zu 150 Gramm wiegt, kann untersucht werden“, erklärt Marvin Rissiek von der Firma Stratoflights, die als Partner der Maker Faire den Wetterballon in die Stratosphäre schicken. Auf dem Weg ins All ändert sich mit der Höhe auch der Luftdruck. Von 1.000 hPa fällt er auf gerade einmal 10 hPa. Die Außentemperatur kann Tiefstwerte bis zu -50 Grad Celsius erreichen. Die Experimente werden außerdem die Ozon-Schicht der Erde durchqueren und schließlich von kosmischer Strahlung und stärkerem UV-Licht getroffen. Je nach Fragestellung sollten die Exponate dafür vorbereitet oder gleich in einem passenden Gehäuse untergebracht sein.

Faszinierende Bilder – den Flug live miterleben

Bei guten Wetterbedingungen startet der Ballon am Maker Faire-Samstag, den 15. September; seine Reise dauert rund drei Stunden. Je nach Landeplatz und Schwierigkeitsgrad der Bergung können die Versuchsergeb­nisse voraussichtlich noch am Nachmittag auf der Maker Faire angeschaut werden. Damit die Auswertung gelingt, sind in einem Kästchen zusätzlich Sensoren eingebaut, die den Flug protokollieren: GPS Position, Flughöhe, Laufzeit, Innen- und Außentemperatur, der Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit werden alle zwei Sekunden gespeichert. Jeweils eine Kamera innen und außen zeichnen den Flug auf – bis der Kontakt abbricht, sind die Streams auf der Maker Faire sowie auf der Maker-Faire-Webseite und bei Facebook live zu verfolgen.

Anmelden bis 31. August 2018

Interessierte Schulen können sich entweder mit einem Projekt pro Klasse oder Experimenten aus Gruppenarbeiten unter info@maker-faire.de bewerben. Außer einer Versuchsskizze sind die Kontaktdaten einer erwachsenen Ansprechperson nötig. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2018. Die Teilnahme ist kostenlos. Projekte und Schulen können sich außerdem mit einem eigenen Stand auf der Maker Faire Hannover vorstellen, sollten sich dafür aber bis zum 31. Juli anmelden. Weitere Informationen gibt es auch auf maker-faire.de/hannover.

Auch ohne Weltraumprojekte sind Schulen herzlich willkommen: Am Freitag, 14. September öffnet die Maker Faire exklusiv für Lehrkräfte mit ihren Schulklassen, um dem Nachwuchs in der Schulzeit die Chance zu geben, sich über die Themen der Maker-Szene zu informieren. Der Eintritt ist nach vorheriger Registrierung an diesem Tag frei.

Alle Maker Faires in D/A/CH werden vom deutschsprachigen Make Magazin präsentiert.

Die Maker Faire Hannover ist eine unabhängig organisierte Veranstaltung unter der Lizenz von Maker Media, Inc.